Besenrein - wir räumen auf



Wertstoffe trennen und sammeln, und Müll vermeiden - beides ist gut für die Umwelt, für Lebensqualität und für die Wirtschaft So viele verschiedene Müllsorten es gibt, so viele Entsorgungsarten bestehen. Damit möglichst viel wiederverwertet werden kann, sollte man auf korrektes Trennen achten.

müllsorten

Altpapier, Kartonagen

Ein großer Teil davon wird durch die Papierindustrie in Österreich für die Herstellung von neuen Produkten verwendet. So liegt der Altpapieranteil bei Kartons und Pappe bei rund 93%. Zum Sammeln gibt es im Haus Behälter. Das alles gehört hinein: Für Zeitungen, Illustrierte, Kataloge, Prospekte, Hefte, Briefe, Kuverts (auch mit Sichtfenster), Schreib- und Büropapier, Bücher (Einbände die nicht aus Papier sind bitte entfernen: z.B. bei Ledereinbänden), Kartonagen und Schachteln (flachlegen oder mit Zeitungen befüllen hilft die Sammlung effizient zu machen), Packpapier, Papiersackerl, leere Papiersäche (wie Zucker oder Mehlverpackungen). Vieles gehört hier aber auch nicht rein: verschmutztes oder fettiges Papier, Papiertaschentücher (aus Hygienegründen), Küchenrollen oder Servietten, Wachspapiere, Tapeten, Fotos, beschichtete Ansichtskarten. Für Milch- und Getränke"kartons" gibt es eine eigene Sammlung.

Getränkekartons

Für Getränkekartons (Tetrapaks für Milch, Fruchtsäfte und anderes) gibt es ein eigenes Sammelsystem: die Ökobox. Man bekommt sie in Postfilialen, am Mistplatz oder in auch in Hofer-Filialen. Wenn man sie am Vorabend des Abholtages vor die Türe stellt, wird eine neue leere wieder hingelegt. Und so geht es richtig: Leere Getränkekartons mit Wasser ausspülen, zusammenfalten und flachdrücken, und dann in die Ökobox schlichten. Diese Kartons bestehen bei frischer Milch zu 80%, bei Säften zu 75 % aus Karton, der beim Recycling-Verfahren wiedergewonnen wird. Polyethylen und Aluminium werden dabei getrennt. Aus dem Karton werden wieder Kartons, die anderen Stoffen werden als Brennstoff in der Industrie weiterverwendet.

Altglas, Flaschen

Glas ist nicht gleich Glas. Und wenn ums Glas Sammeln geht, ist der feine Unterschied wichtig. In den Altglas-Behälter dürfen nur Glasverpackungen, also Flaschen, Konservengläser, Parfumflakons und Medizinfläschchen. Weiß- und Buntglas muss getrennt werden. Achte darauf, Bierkapseln und Schraubverschlüsse zu entfernen und die Flaschen beim Einwerfen nicht zu zertrümmern. Was nicht in die Sammlung hineingehört sind: Trinkgläser, Glasgeschirr, Fensterscheiben, Spiegel, Glühbirnen oder anderes Glasmaterial, das nicht als Glasverpackung gedient hat. Der Grund dafür ist, dass diese Glasarten eine andere chemische Zusammensetzung haben, und bei der Glasschmelze nicht vermischt werden sollen. Umweltschonender noch als Glasrecycling ist die Verwendung von Pfandflaschen.

Kunststoff, PET-Flaschen

In die gelbe Tonne oder in den gelben Sack zur Kunststoffsammlung gehören die Plastikflaschen für Getränke wie PET-Flaschen, Plastikflaschen für Waschmittel und Spülmittel bzw. für Körperflegemittel wie Shampoos oder Duschgels. Alle sollten restentleert in die Tonne bzw. den gelben Sack landen. Eine Plastikflasche ist Restmüll wenn noch was drin ist. Bei problematischen oder zweifelhaften Inhalten besser zum Sondermüll bringen. Nicht hineingehören Plastikverpackungen wie Sackerln und Folien, oder Gegenstände aus Kunststoff wie Spielzeug. Auch Becher für Milchprodukte (Yoghurtbecher z.b) gehören in den Restmüll. Aus recycelten Plastikflaschen werden wieder Plastikflaschen, oder Dinge wie Tragetasche, Fleece-Pullover oder Schlafsack-Füllungen erzeugt.

Styropor

Sauberes Styropor, wie es z.B. verwendet wird, um beim Transport Geräte im Karton zu stabilisieren, kann am Mistplatz abgegeben werden und wird komplett wiederverwendet.

Dosen, Metall

Metallverpackungen, Getränkedosen, Alu oder Weissblechdosen, Tuben, Verschlüsse und Deckel, Menüschalen, Alteisen, Metall-, Eisenschrott und Kleinmetalle Kleinmetalle gehören gereinigt in die blaue Tonne. Nach der Zerkleinerung und Sortierung der Teile wird der Metallschrott in der Stahlindustrie weiterverarbeitet. Am besten greifst du aber von Anfang an zu Pfandflaschen – eine kann 50 Getränkedosen ersetzen!

Bioabfall

Dazu zählt alles, was im Garten und in der Küche so abfällt, doch Vorsicht: Fleisch und Knochen können bei der Verwertung Probleme bereiten, die jeweilige Gemeinde gibt Auskunft darüber, ob die Entsorgung in der Biotonne erlaubt ist oder nicht. Eigene Kompostierung Wenn du einen eigenen Garten hast, solltest du auf die Möglichkeit der Eigenkompostierung zurückgreifen. Das hat mehrere Vorteile: Man ist nicht mehr auf Abholtermine angewiesen und erhält natürlichen Dünger.

Problemstoffe

Nicht alles, was Probleme verursacht, zählt zu den Problemstoffen. Ein nerviger Chef ist demnach nicht bei der Problemstoffsammelstelle abzuliefern. Vieles kann man auch direkt in den Geschäften zurückgeben, z. B. Batterien oder Gifte. Anderes kann man bei den Problemstoff-Sammelstellen oder Sammelzentren abgeben, auch "Mistplätze" genannt. Abgeben kann man "Haushaltsmengen" - also nicht erst lange im Keller die gefährlichen Dinge lagern bis viel zusammenkommt. Problemstoffe sind: Alte Fieberthermometer, Batterien, Lacke, giftige und gefährliche Abfälle, Altmedikamente, Speiseöle und Fette, Altmineralöle und mit Ölen verunreigte Dinge (Lappen, Behälter), Fotochemikalien, Röntgenbilder, Fleckputzmittel, Spraydosen, Farben, Lacke, Verdünnungsmittel, Frostschutzmittel, Unkrautvertilger, Abflussreiniger ... und alles was Dir sonst nicht geheuer vorkommt. Am Mistplatz wissen die Leute Bescheid, wie damit umgegangen werden muss.

Kühlgeräte

Der Handel ist verpflichtet, alte Kühlgeräte zurückzunehmen, also bitte nicht auf den Sperrmüll damit!

Elektro- und Elektronikaltgeräte

Alte Computer, Massagegeräte, Mobiltelefone, Waschmaschinen usw. kann man entweder im Fachhandel zurückgeben oder am Mistplatz, Recyclinghof oder im Altstoff-Sammelzentrum abliefern. Die Geräte werden anschließend zerlegt, verwertbare Bestandteile der Industrie zugeführt und der Rest entsorgt. Das gilt auch für Kühlgeräte bzw. Kühlschränke. Diese werden seit einer Verordnung aus dem Jahr 2005 auch ohne dem "Entsorgungspickerl" gratis an den Sammelstellen entgegengenommen.

Restmüll

Prinzipiell gehört hier alles zum Restmüll, was zu keiner anderen Entsorgung passt, wie z. B. stark verschmutzte Verpackungen, Staubsaugerbeutel oder auch Fotos. Dieser Müll wird deponiert und schafft so mancherorts ein neues Landschaftsbild durch die Bildung von Müllbergen. Da viel vermeintlicher Müll tatsächlich Wertstoffe sind, die über die Sammelsysteme wieder in den Verarbeitungskreislauf gelangen, kann man Restmüll sparen. Restmüll kostet Geld - über die Betriebskostenabrechnung. Weniger Müll hilft daher nicht nur der Umwelt, sondern auch beim Sparen.

Sperrmüll

Zu Sperrmüll gibt es eine einfache Merkregel, um herauszufinden, was dazu gehört: alles, was gross und unhandlich ist, ausgenommen Kühl- und Elektrogeräte. Das können neben Möbel und grossen Geräten auch Teppiche oder Matratzen sein. Sperrmüll kann man auf den "Mistplätzen" der Stadt abgeben. Über die Sperrmüllabfuhr kann man Dinge auch abholen lassen, dafür werden je nach Menge und Aufwand Gebühren verrechnet.

Alttextilien, Kleidersammlung

Zu Alttextilien zählen saubere Damen-, Herren- und Kinderkleidung, Unterwäsche, Bett-, Tisch- und Haushaltswäsche, Wolldecken, Bettfedern im Inlett, Stofftiere, Gürtel, Taschen, sowie brauchbare Schuhe. Dafür gibt es zahlreiche Sammelsysteme, bevorzugt von karitativen Organisationen. Altkleidung wird selten verschenkt, sondern wandert in den Verkauf in heimischen Second-Hand-Läden, oder in ärmere Länder wo günstige Textilien gebraucht werden. Wo es um einen guten Zweck geht, ist es meist der Erlös aus diesem Verkauf, der dann der Sache zugute kommt. Neben den Sammelboxen kann man diese auch auf den Mistplätzen abgeben.

Autowracks

Alte Autos dürfen nur zu einem Altautoverwerter, einer Werkstätte oder einem Shredderbetrieb gebracht werden. Unter Umständen kann man beim Kauf eines neuen Autos das alte beim Händler zurückgeben.

Bauschutt

Kleinere Mengen von Fliesen, Gips, Steinen, Mauerteilen usw. kann man zum Mistplatz, Recyclinghof oder Altstoff-Sammelzentren bringen. Bei größeren tut man sich als Privatperson etwas schwer, doch dafür gibt es die Abholung durch Abfuhrunternehmen. In die Bauschuttmulde gehören auch Blumentöpfe aus Keramik. Eh logisch. Am Mistplatz kann man bis zu 20 halbgefüllte Säcke (leichter zu tragen), oder 10 voll gefüllte Säcke abgeben. Mehr schafft typischerweise ein Auto auch nicht ...

Altspeiseöl

Es gibt spezielle Sammelsystemen für Altspeiseöl und Altspeisefett, der Ölsammelkübel. In dem Kübel sollen gebrauchte Frittier-, Bratfette, Fette und Öle aus Fritteusen, Öle von eingelegten Speisen und verdorbene Speisefette, frei von Bröseln und Speiseresten, gesammelt werden. Auf den Mistplätzen und Problemstoffsammelstellen kann man den Kübel abgeben und durch einen sauberen austauschen lassen.

Altreifen

Auto-, Fahrrad- und Motorradreifen kann man entweder im Fachhandel oder bei Werkstätten zurückgeben, oder man bringt sie zum Mistplatz, aus diesem Material werden dann Gummimatten od. finden in einem Schweine od. Kuhstall weitere verwendung. Allerdings sind diese immer Kostenpflichtig abzugeben wobei der Preiß sehr unterschiedlich sein kann. von 2 bis 6 euro je Gemeinde verschieden.